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Summer School 2015: Ein voller Erfolg!

Anfang Juli versammelten sich rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Wuppertal und aller Welt für vierzehn Tage an der BUW, um sich über geistes- und kulturwissenschaftliche Fragen auszutauschen und die Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit auf internationaler Ebene auszuloten. Die Mischung aus Vorträgen von Promovierenden und Hochschullehrerinnen und -lehrern, Workshops, Beratungsgesprächen und einem bunten Rahmenprogramm fand großen Anklang und wurde als gelungener Auftakt für die Internationalisierungsbemühungen des Fachbereichs im Rahmen von IPIW wahrgenommen. Die Summer School 2015 hat erfreuliche Kontakte und Kooperationen entstehen lassen, deren Ausbau und Verstetigung ebenso Ziel künftiger Bemühungen wie das Knüpfen weiterer Kontakte ist. Wir danken an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten, die an der IPIW-Summer School 2015 mitgewirkt haben, für ihr überaus bereicherndes und ermutigendes Engagement und hoffen, auch für unsere Winter School 2015 begeistern zu können.

Call For Papers: Winter School 2015

Frist für Bewerbungen: 02. November 2015

 

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CFP: Weltliteratur – neue Perspektiven auf ein altes Konzept
Winterschool an der Bergischen Universität Wuppertal, 14.-18.12.2015
Veranstalterin: Prof. Dr. Ursula Kocher
Im Rahmen von: IPIW – international promovieren in Wuppertal


Bekanntermaßen kann die Idee einer internationalen Literatur unter der Überschrift „Weltliteratur“ bis in das späte 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Dabei ist der bekannteste Vertreter der Idee der Weltliteratur sicherlich Goethe, der – eine Formulierung Wielands aufgreifend – das Konzept der Weltliteratur entscheidend prägte. Im Zuge der vergleichenden literaturwissenschaftlichen Betrachtung unterschiedlicher Nationalliteraturen im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts ergab sich die Vorstellung von einem weltliterarischen Kanon. Tatsächlich jedoch gehörten zu diesem Kanon stets vor allem europäische Texte, weshalb in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schnell Kritik an dem Eurozentrismus dieser angeblich universalen Vorstellung laut wurde. Überdies ging das klassische Weltliteraturkonzept zumeist mit der Vorstellung von Nationalphilologien Hand in Hand, wurde doch vorrangig danach gefragt, welche gemeinsamen Charakteristika Nationalliteraturen haben, um zu einem weltliterarischen Kanon zusammengefasst werden zu können. Eine entscheidende Wende in der Debatte wurde Ende des 20. Jahrhunderts mit den Postcolonial Studies herbeigeführt, die mehr Wert auf die Untersuchung der Differenz, weniger auf die der Gemeinsamkeiten legt. Heutzutage wird „Weltliteratur“ zumeist von qualitativ-ästhetisch argumentierender Kanonisierung entkoppelt und neu als transnationales Phänomen diskutiert, als Darstellungen des Entgrenzens, Über-die-Grenze-Tretens, aber auch des Beharrens auf Grenzen. Weltliteratur beschäftigt sich mit Literatur, die die Verortung des Einzelnen in einer globalisierten Welt zum Gegenstand hat. Unter diesem Blickwinkel scheint es gleichgültig zu sein, in welcher Sprache ein Text geschrieben ist oder wo er spielt. Was sind also die Fragen, die im Rahmen literaturwissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Weltliteratur zu stellen und zu beantworten sind? Wie sieht eine weltliterarische Literaturgeschichtsschreibung aus? Sollte unterschieden werden zwischen weltliterarischen Autoren und Texten der Weltliteratur? Wo sind die Grenzen, wo das Potential dieses Konzeptes? Was bedeutet dies für die konkrete (mitunter vergleichende) Textarbeit?


Die Winterschool wird sich im kleinen Rahmen mit derartigen Fragen auseinandersetzen – durch gemeinsame Textarbeit, durch die Diskussion von diesbezüglich einschlägigen Promotionsvorhaben, durch Vorträge und vieles mehr. Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich im Rahmen ihrer Promotion auf theoretische Weise oder konkret-analytisch mit „Weltliteratur“ befassen, sind herzlich eingeladen, ein kurzes Exposé (max. 2500 Zeichen) sowie einen kurzen akademischen Lebenslauf an ipiw@uni-wuppertal.de zu senden. Deadline für Einsendungen ist der 02.11.2015.


Ergänzt wird das inhaltliche Programm durch eine Reihe von Workshops, die sich mit Themen befassen, die für die Durchführung eines Promotionsprojektes nützlich und hilfreich sind (Selbst- und Projektmanagement, Gestaltung eines Exposés, Forschungsstrategien etc.). Die Winterschool wird vom 14. bis 18. Dezember 2015 an der Bergischen Universität Wuppertal stattfinden.
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.


Die Veranstaltungen finden im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und vom Bundeministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Programms International promovieren in Wuppertal (IPIW) statt. Ziel von IPIW ist es, Promovierende der Geistes- und Kulturwissenschaften aus dem In- und Ausland dergestalt miteinander zu vernetzen, dass inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte über alle Grenzen hinweg realisiert werden können.


Für Promovierende, die nicht aus Deutschland anreisen, können Reise- und Aufenthaltsstipendien (DAAD-Pauschalen) vergeben werden. Für Informationen hierzu wenden Sie sich bitte per E-Mail an: ipiw@uni-wuppertal.de

Winter School 2015: "World Literature"

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International conference for graduate scholars at the University of Wuppertal, School of Humanities

7 -11. November 2016

Within the Framework of IPIW – International PhD in Wuppertal

 

‘Dialogue’ is an often discussed theme in humanities and cultural studies. But what exactly does it mean? Is it about decision-making, knowledge acquisition, plain interpretation or a rather mutual appreciative relation? If one looks for similarities, parallels or even an overarching principle, which would link the various disciplines within humanities and cultural studies, then one comes across figures of thoughts, which reflect developments, put contexts into perspectives and communicate assumptions. The principle of dialogism oscillates between fields of signification and spaces of resonance.

 

We expect papers from all humanities and cultural studies scholars, for instance to themes like political dialog, construction of collective memory as historical signification, dialogs between religions, philosophical theories, approaches and methods, linguistic dialogism and other varied themes arising from the spectrum ‘Dialogic, Textuality and Mediality.’

                                                                   

Possible areas of enquiry are:

 

  • What role does Dialogue play within the history of science, between knowledge communication and knowledge production?
  • Does dialogical ethics operate in contradiction or in agreement to issues of idealism, existentialism, epistemology, ontology etc. or can it even be understood as an intermediary instance?
  • To what extent has the medial revolution lead to changes in the conceptualization of dialogues?
  • As a structure for negotiating general norms and values – to what extent does the ‘dialogue’ take up political or societal formational function? Which form of dialogue is preferred by which society and which dialogue partner? What role does gender construction, status, power, tradition, ethnic and national affinity play?
  • What possibilities and risks does the interdisciplinary dialogue hold within itself – for instance while, transgressing the boundaries of fact and fiction, taking comparative approach to different research topics or regarding method discussion?
  • What meaning does the concept of dialogism carry under the assumption, that every statement is in itself polyphonic, multidimensional and carries multiple perspectives for the contemporary as well as historical philologies? To be discussed herein are the theoretical and methodological outcome of Michail Bachtin`s concept of dialogics through Julia Kristeva`s theory of intertextuality towards Gerard Genette`s categorizations of trans-textuality.

 

The conference aims at working out the phenomenon of dialogism within varied subject areas, in a discipline specific location as well as in binding structural features across disciplines. Interactions between different contexts, viewpoints, horizons and (social) languages can be recognized and uncovered in old texts, through reconstruction of the canonization process, as well as in contemporary text corpus of the respective field of humanities and cultural studies. Thus, works from different times and cultures come into dialogue with each other, for example, through the presence of one text in another (in form of quotes, innuendos, plagiarism or appropriation), through the transformation of pre-texts, narrative pattern, genre, motive-complex or also as a counter argument, contradiction and contention. A text can be thus approached from different perspectives: in the context of its conception or (in other words) in its reception-context, narratologically, in its relation to other texts, in its spatial-temporal relevance etc.

 

The conference offers platform for presenting current research projects and a room for discussing project ideas and hypothesis as well as workshops and personal mentoring. We invite doctoral candidates from humanities and cultural studies to apply with an abstract, dealing specifically or even broadly with the concept of dialogism within the scope of their PhD.

Please send in your abstracts (max. 2500 characters) and a short academic resume latest by 15th of July 2016 to the following address: ipiw@uni-wuppertal.de

 

The conference language is both German and English.

Length of presentation: 20 min.

The articles will be subsequently published.

 

The conference will take place within the framework of International Promovieren in Wuppertal (IPIW), sponsored by the German Academics Exchange Service (DAAD) in collaboration with The Federal Ministry of Education and Research (BMBF). The aim of IPIW is to bring the doctoral students of humanities and cultural studies into a closed network with each other at national and international level, so that inter- and trans-disciplinary research projects can be realized across boundaries. www.ipiw.de

 

We can offer subsidies (DAAD-allowances) for travel and accommodation to international doctoral candidates. Please do not hesitate to ask for further information at: ipiw@uni-wuppertal.de

Programme IPIW-Winter School 2016

programme
Please click for download
Broschuere_IPIW_WEB.pdf
PDF-Dokument [1.3 MB]

Newsletter 2016

Newsletter November 2016
Newsletter IPIW Nov 2016 (2).pdf
PDF-Dokument [400.4 KB]

CFP: Dialogue and concepts of Dialogics- Interdisciplinary, intercultural and international approaches. (7-11-Nov.)

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IPIW: Trip to italian universities (May 2016)

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